#71: Weil das Sterben ja auch dazugehört.

"Auch du musst diese Situationen mal kennen lernen. Wir können dich ja nicht immer beschützen."
Das war der Satz von meinem Dad zu dem, was heute passiert ist.

Mein Onkel liegt im Sterben. "Leiden" ist kein Ausdruck mehr für das, was er gerade durch macht.
Innerhalb der letzten Woche hat er noch mehr abgebaut, lässt sich kaum noch ansprechen und steht dauerhaft unter Schmerzen.

Und wenn man so einen, ich nenn' es mal "Kampf", dann zum ersten Mal so live und in Farbe mitbekommt, wird einem richtig anders. Mir wird da richtig anders. Etwas, was man noch nie erlebt hat, schockiert einen dann doch immer am Extremsten.

Es geht zu Ende. Und auch ich muss damit klar kommen. Mit dem Gedanken, dass mein Onkel, zu dem ich immer gehen konnte, um seine Kaninchen zu streicheln und mit ihm die Eier aus dem Hühnerstall zu sammeln, nicht mehr da ist. Dass es keine weiteren Aktionen geben wird, die wir zusammen erleben werden. Keine Kaninchen und keine Hühner mehr.

Das Schlimmste kommt zum Schluss. Oder für ihn bereits das Beste.

 

Das Maedchen.

30.3.12 20:05
 
Letzte Einträge: #73: Reunion - ich brauche einen Neustart., #74: Verschwende keinen Gedanken an deine Vergangenheit..., #75: Viele Leute sehen ihr Glück nur in der Zukunft., #76: Mord auf Raten.


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